ⓘ Hans Harbauer

                                     

ⓘ Hans Harbauer

Vier Tage nach dem Einmarsch der 11. US-Panzerdivision in Weiden wurde Harbauer am 26. April 1945 seines Amtes enthoben und dem parteilosen Josef Schnurrer kommissarisch das Amt des Stadtoberhauptes übertragen.

Harbauer befand verbüßte eine zweijährige Internierungslagerhaft und wurde im Februar 1948 im Spruchkammerverfahren des Landgerichtes Weiden als "Belasteter" eingestuft und zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt. Dieses Urteil wurde aufgrund seines Gesundheitszustandes in 850 Tage Sonderarbeit umgewandelt. Zudem erhielt er Hausarrest, verlor seine Pensionsansprüche und durfte nur 5.000 Reichsmark an Privatvermögen behalten.

Dem Viehhändler Leopold Engelmann, dem Harbauer 1939 für einen geringen Kaufpreis zugunsten der Stadt den Betrieb abgepresst hatte, zahlte Harbauers Amtsnachfolger Franz Joseph Pfleger eine angemessene Entschädigung.

Harbauer verstarb 1966. Die von Probst 1929 erbaute Villa, in der Harbauer während seiner Amtszeit residierte, wurde nach dem Krieg als städtischer Bauhof und Bauamt genutzt, stand ab 1978 leer und verfiel. Das Areal in der Christian-Seltmann-Straße 5 wurde 2010 durch die Textilfirma Witt Weiden käuflich erworben. Witt restaurierte das Gebäude und eröffnete dort im November 2014 die unternehmenseigene Kinderkrippe "KiWitt".