ⓘ Armand d’Harcourt

                                     

ⓘ Armand d’Harcourt

Nach Kriegsende wurde d’Harcourt im Dezember 1918 Kommandant eines Flusskanonenbootes auf dem Rhein und erhielt am 25. September 1920 seine Beförderung zum Korvettenkapitän Capitaine de Corvette. Daraufhin wurde er am 1. Januar 1921 auf dem zum Mittelmeergeschwader gehörenden Schlachtschiffes Lorraine versetzt und dort am 13. Dezember 1923 zum Fregattenkapitän Capitaine de Frégate befördert. Während einer neuerlichen Verwendung zwischen April 1924 und Juni 1926 auf dem Panzerkreuzer Pothuau wurde ihm auch das Offizierskreuz der Ehrenlegion verliehen. Im Juni 1926 wurde er Offizier auf dem Panzerkreuzer Gueydon und anschließend zunächst Kommandant der Toul, ehe er danach Kommandeur des 5. sowie anschließend des 3. Patrouillenbootgeschwaders. Im Anschluss wurde er 1928 zu dem zum Mittelmeergeschwader gehörenden Schlachtschiff Courbet versetzt. Nachdem er am 7. Oktober 1931 zum Kapitän zur See Capitaine de Vaisseau befördert worden war, übernahm er 1932 den Posten als Kommandant des zur 3. Leichten Abteilung in Brest gehörenden Leichten Kreuzers Duguay-Trouin. Ende 1933 wurde er Kommandant des zur 8. Leichten Abteilung in Brest gehörenden Zerstörers Chacal sowie Ende 1934 Kommandant des zur 6. Leichten Abteilung gehörenden Zerstörers Bison. Im Anschluss wurde er im Mai 1935 Kommandant des Minenlegers Pluton, der Marineschießversuchsschule zugeordnet war. Danach folgte zwischen August 1937 und Februar 1938 eine Verwendung als Kommandant der Seefront im Militärhafen Toulon sowie von Februar 1938 bis April 1939 als Kommandant des Marinestützpunktes Le Havre.

Nach seiner Beförderung zum Flottillenadmiral Contre-amiral am 11. April 1939 wurde d’Harcourt Kommandant des Marinestützpunktes Rochefort sowie im Mai 1940 Kommandeur der Marine in Französisch-Marokko. Im September 1940 wurde er zum Konteradmiral Vice-amiral befördert und fungierte bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Oktober 1942 als Delegierter der Admiralität in Casablanca. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fungierte er zwischen 1948 und seinem Tod 1975 als Präsident der Gesellschaft für Meeresarbeiten Société des Oeuvres de mer sowie von 1955 bis 1967 als Präsident der Zentralen Gesellschaft zur Rettung der Schiffbrüchigen SCSN Société centrale de sauvetage des naufragés. Darüber hinaus wurde er 1951 Mitglied der Marineakademie Académie de marine.

Er war seit dem 7. Januar 1913 mit Marie Laure "Renée" de Salignac-Fénelon verheiratet, deren Vater Jean-Hugues de Salignac-Fénelon von 1898 bis 1902 das Département Haute-Saône als Mitglied der Nationalversammlung vertrat.